Inhalt:

 

- Informationen zu öffentlichen Fördermitteln

 

- Check-Liste: Wettbewerbsvorteile

 

- Check-Liste: Rechtsformwahl

 

- Check-Liste: Standortwahl

 

- Check-Liste: Gewerbeanmeldung

 

- Check-Liste: beriebliche Versicherungen

 

Informationen zu öffentliche Fördermitteln

Für die Förderung von Existenzgründern (aber auch für bestehende Unternehmen) gibt es eine Vielzahl öffentlicher Fördermittel der EU, des Bundes und der Länder. Der Umfang und die Konditionen dieser Fördermittel unterliegen einem ständigen Wandel. Es ist daher stets aktuell und zeitnah zu Prüfen, welche Fördermittel im konkreten Einzelfall für das betreffende Gründungsvorhaben (je nach Branche und Region / Standort) in Betracht kommen.

 

Hinweis: Bitte seien Sie vorsichtig! Öffentliche Fördermittel werden i.d.R. nur gewährt, wenn die Antragstellung bereits vor dem Abschluss rechtsverbindlicher Verträge (z.B. Kauf- / Leiferverträge) bzw. vor Aufnahme der aktiven Tätigkeit erfolgt. Eine nachträgliche / rückwirkende Inanspruchnahme dieser Fördermittel ist daher in diesen Fällen nicht möglich, d.h.: erst der Antrag, dann die Investition. 

 

Die Antragstellung erfolgt entweder über die Hausbank ("Hausbankverfahren") oder direkt bei der zuständigen Förder(leit)stelle. Zweifelsfragen beim Ausfüllen der Antragsformulare sollten vor Abgabe der Anträge mit der zuständigen Stelle geklärt werden, damit es nicht zu unnötigen Verzögerungen und / oder Rückfragen kommt. Der Aufwand für die Erstellung der erforderlichen Unterlagen sollte dabei nicht unterschätzt werden. Die Bearbeitung der Anträge ist auch für die Hausbank arbeitsintensiv und oft wenig lukrativ. Die Bereitschaft zur Unterstützung ist daher sehr unterschiedlich.

 

Eine weitere grundlegende Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln ist typischerweise das Vorhanenssein einer Mindestsumme an Eigenmitteln des Gründers.

 

Förderprogramme können im übrigen aufgrund der Haushaltslage eingefroren bzw. ganz aufgehoben werden. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht also nicht. Hier empfiehlt es sich vorab bei der zuständigen Stelle anzufragen, ob aktuell ausreichende Fördermittel zur Verfügung stehen.

Als Fördermittel kommen grundsätzlich in Betracht:

 

  • Darlehen

 

  • Zuschüsse

 

  • Investitionszulagen

 

  • Bürgschaften

 

  • Haftungsfreistellungen

 

  • Beratungsförderung

 

  • Beteiligungskapital

 

  • typisch stille Beteiligung

 

  • Gründerzuschuss vom Arbeitsamt

Check-Liste Wettbewerbsvorteile

Die Abgrenzung des eigenen Produkt-/ Dienstleistungsangebots vom Angebot der Mitbewerber ist für den Unternehmenserfolg und insbesondere auch als "Verkaufsargument" (im Kunden- und Verkaufsgespräch) besonders wichtig. Dazu ist es erforderlich, Merkmale zu erarbeiten, die das eigene Unternehmen von allen anderen Unternehmen (oder zumindest von den meisten anderen Unternehmen) positiv unterscheiden und damit zu erkennbaren Wettbewerbsvorteilen führen (sog. Alleinstellungsmerkmal = Unique Selling Position).

 

1. Warum sollte der Kunde gerade mein Produkt kaufen (bzw. meine Dienstleistungen in Anspruch nehmen) und nicht bei der Konkurrenz kaufen?

 

2. Welches sind die wesentlichen Nutzelemente des Produkts aus Sicht des Kunden?

 

3. Welche Elemente / Produkteigenschaften fehlen dem Produkt evtl. noch, um die Kundenerwartungen voll zu erfüllen (oder sogar zu übertreffen)?

 

4. Welche Elemente / Produkteigenschaften wirken störend und müssen beseitigt werden, um den Gesamteindruck nicht zu beienträchtigen?

 

5. Welche Elemente sind im Hinblick auf den Kundennutzen überflüssig und können wegfallen, sodass die Produktkosten gesenkt werden können?

 

6. Welche "Hauptfrustrationen" erleben Kunden häufig, wenn Sie mit Unternehmen meiner Branche zu tun haben? (Unpünktlichkeit, Unfreundlichkeit, fehlender Service, schlechte Erreichbarkeit, schlechte Öffnungszeiten, etc.)

 

Wie kann sichergestellt werden, dass ein Kunde diese "Frustrationen" in meinem Unternehmen nicht erlebt? Kann dieser Umstand in der Werbung und in Verkaufsgesprächen gezielt hervorgehoben werden?

Check-Liste: Rechtsformwahl

Bei der Wahl der Rehctsform sind unterschiedliche Aspekte von Bedeutung, sodass allgemeingültige Empfehlung für die Wahl der "richtigen" Rechtsform nicht gegeben werden können. Folgende Aspekte sind bei der Rechtsformwahl typischerweise zu berücksichtigen:

 

- haftungsrechtliche Aspekte (beschränkte / unbeschränke Haftung)

 

- steuerliche Aspekte (Steuerminderung)

 

- betriebswirtschaftliche Aspekte (Finanzierungsmöglichkeiten)

 

- Im Einzelfall: weitere Aspekte

 

Die folgende Check-Liste dient als Entscheidungshilfe bei der Wahl der Rechtsform und bei der undividuellen Ausgesteltung der gewählten Rechtsform.

 

- Voraussichtliche Unternehmensgröße (Umsatz, Gewinn, Mitarbeiter)

- Gesetzliche Mindestkapital

- Finanzierungsmöglichekiten

- Kosten der Rechtsform(Gründung, Erfüllung von Rechnungslegungs- bzw. Publizitätsvorschriften)

- "Image" der Rechtsform

- Berufsrechtliche Fragen / berufsrechtliche Zulässigkeit

- Anzahl der Gründer / Mindestgründerzahl

- Publizitätspflichten

- Steuerbelastung (Ertragsteuern, sonstige Steuern)

- Firmenname / Namensrecht

- Geschäftsführung und Vertretung

- Einfluss der Gesellschafter auf die Geschäftsführung

- Bestellung / Abberung des Vertretungsorgans

- Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung

- Kontroll- / Informationsrechte der Gesellschafter

- Gewinn- und Verlustbeteiligung

- Nachfolgeregelung

- Folgen bei Tod eines Gesellschafters

- Übertragung / Übertragbarkeit von Anteilen

- Sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten

Check-Liste: Standortwahl

Der Wahl des Standortes ist je nach Branche von sehr unterschiedlicher Bedeutung.

 

Im Einzelhandel (und im ggf. Handwerk) kann der Standort von grundlegender Bedeutung für den Unternehmenserfolg sein. Fehlentscheidungen bei der Standortwahl können in einigen Branchen meist auch nicht durch besondere Stärken in anderen Unternehmensbereichen oder durch andere (Werbe-) Maßnahmen kompensiert werden (da z.B. Passantenfrequenz, Einzugsgebiet und regionale Kaufkraft entscheidend ist).

 

Im Verbands- / Fachzeitschriften und in der branchenspezifischen Literatur werden teilweise branchenbezogene Standort-Checklisten angeboten, die die Besonderheiten der betriebliche Branche berücksichtigen. Die Verwendung solcher branchenbezogener Prüfschemata ist insbesondere in der "standortabhängigen" Branchen gringend zu empfehlen.

 

Die Standortwahl wird im wesentlichen von folgenden Faktober bestimmt:

 

- Nachfragepotenzial (Kaufkraft)

- Konkurrenzsituation

- Infrastruktur / Verkehrsanbindung

- Nähe zu Lieferanten / Zulieferer (Transportkosten)

- Höhe der gewerblichen Mieten / Grundstückspreise

- Arbeitskräfte- / Fachkräfteangebot

- Lohn- und Gehaltsneveau

- Regionale Fördermttel (Landesmittel)

- Gesetzliche / behörderliche Auflagen (z.B. Umwaltschutz)

- "Image" des Standortes

- Steuerbelastung (Gewerbesteuer-Hebesatz)

 

Positiv-Faktoren:

 

- Hat der Standort eine hohe Passantenfreuquenz?

- Ist der Standort mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen?

- Gibt es in der Nähe des Standortes genügend Parkplätze?

- Existieren in der Nähe des Standortes weitere Geschäfte anderer Branchen mit hoher Kundenzahl / Kundenfrequenz?

- Findet in der Nähe des Standortes ein Wochenmarkt statt?

- Befindet sich in der Nähe des Standortes Geschäfte anderer Branchen, die das eigene Warenangebot ergänzen (vor- und nachgelagerte produkte, Komplementärprodukte)?

 

Negativ-Faktoren:

 

- Befindet sich der Standort in einem Sanierungsgebiet?

- Gibt es in der Nähe des Standortes ein Warenhaus oder einen Supermarkt, der gleiche oder ähnliche Produkte (preisgünstiger) anbietet?

Gibt es in der Nähe des Standortes weitere Betriebe der gleichen Branche (Mitbewerber)?

- Gibt es in der Nähe des StandortesMitbewerber mit besserem / auffälligerem Standort?

- Gibt es in der Nähe des Standortes andere Geschäftsstraßen, die eine deutlich bessere Standortqualität aufweist?

- Ist in einer benachbarten Straße eine Fußgängerzone geplant (die ggf. zu einer Verlagerung des Fußgängerstraoms führen könnte)?

- Ist eine Verlagerung von Geschäften und Einkaufsverhalten auf neue / geplante Einkaufszentren am Stadtrand erkennbar oder zu erwarten?

Check-Liste: Betriebliche Versicherungen

- Haben Sie geprüft, ob es sich um ein erlaubnis- oder genrhmigungspflichtiges Gewerbe handelt? Erfüllen Sie ggf. die erforderlichen Voraussetzungen (Gewerbeamt fragen).

 

- Haben Sie ggf. die erforderlichen Formulare eingeholt und ausgefüllt?

 

- Haben Sie das Gewerbe bereits beim Gewerbeamt angemeldet?

 

- Namensrecht: haben Sie den gewünschten Firmennamen mit der zuständigen Kammer bzw. dem Handelsregister abgestimmt, sodass keine namensrechtlichen Probleme auftreten können?

 

- Ist das Unternemen in das Handelsregister bzw. in die Handwerksrolle einzutragen? (IHK bzw. Handwerkskammer fragen)

 

- Bei Ausländern: Besteht eine gültige Aufenthalts- bzw. Arbeitserlaubnis?

Check-Liste: Betriebliche Versicherungen

Bei den betrieblichen Versicherungen sind folgende Fragen zu klären:

 

- Welche Versicherungen sind erforderlich?

 

- Wie hoch ist die Versicherungsprämie?

 

- Ist die Senkung der Versicherungsprämie durch Selbstbeteiligung sinnvoll?

 

 

Versicherungsarten:

 

- Feuer, Explosion

- Sturm

- Wasser

- Einbruchdiebstahl

- Vandalismus

- Maschinen

- Waren

- Betriebsunterbrechung (durch Feuer, Energieausfall)

- Betriebshaftpflicht

- Umwelthaftpflicht

- Produkthaftpflicht

- Vermögensschadenhaftpflicht

- Kraftfahrzeug-Haftpflicht (evtl. Voll-/ Teilkasko)

- Firmen-Rechtsschutz

- Forderungsausfall

- Sonstige


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